Stadt Aschaffenburg

Erschließung Anwandeweg

Auftraggeber:

Stadt Aschaffenburg

Planungsphase:

2016 – 2020

Realisierung:

2018 – 2022

Bausumme:

21,5 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Projektsteuerung
Objektplanung Verkehrsanlagen
Objektplanung Kanalisation
Objektplanung Freianlagen

Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten:

45.000 m² Verkehrsfläche
3.000 lfdm Schmutzwasserkanal
3.800 lfdm Regenwasserkanal
17.200 m² Versickerungsmulden
5.000 lfdm Wasserversorgung
5.000 lfdm Gasversorgung
2.800 lfdm Stromtrassen

In Aschaffenburg sollen 750 Wohnungen, für insgesamt 1.800 Einwohner geschaffen werden. Das hierfür projektierte Baugebiet Anwandeweg befindet sich im östlichen Teil des Stadtteils Nilkheim in Zentrumsnähe und weist eine Gesamtfläche von ca. 27 ha auf.

Die äußere Erschließung ist vorhanden. Die innere Erschließung erfolgt über niveaugleiche, verkehrsberuhigte Wohnstraßen unterschiedlicher Breiten. Für den ruhenden Verkehr werden entlang der Wohnstraßen Längsparkstände, als auch separate Stellplatzhöfe errichtet. Ergänzt wird das Straßensystem mit Geh- und Radwegen, die im Gesamtkonzept eine zentrale Position einnehmen. Durch regelmäßige Baumstandorte entlang der Wohnstraßen und differierende Oberflächenmaterialien wird durch die Gestaltung die Aufenthaltsfunktion bestärkt. Die Materialwahl ist bewusst entsprechend ihrer Eigenschaften, wie beispielsweise Aufnahme einwirkender Kräfte oder Flexibilität bei Aufbrüchen erfolgt.

Die Entwässerungsplanung des gesamten Baugebietes basiert auf einem Trennsystem mit ca. 7 km Schmutz- und Regenwasserkanälen in Dimensionen bis DN 800. Eine Besonderheit der Planungen stellt ein semizentrales Niederschlagswassermanagement dar, welches dafür sorgt, dass sämtliche anfallenden Oberflächenwässer der öffentlichen und privaten Grundstücke vor Ort im Baugebiet selbst an mehreren Standorten versickert werden. Hierfür sind insgesamt ca. 30.000 m³ Beckenvolumen für die Versickerung zu schaffen.

Ferner werden im Zuge einer vernetzten Verkehrswege- und Entwässerungsplanung für einen ausreichenden Überflutungsschutz im Falle „urbaner Sturzfluten“ konkrete Maßnahmen simuliert und berücksichtigt.

Zur Sicherung der Versorgung werden im gesamten Baugebiet Wasser- und Gasleitungen, Stromversorgung sowie Breitbandkabel verlegt.