Ortsdurchfahrt Keilberg ST 2307

Gemeinde Bessenbach

Ortsdurchfahrt Keilberg ST 2307

Auftraggeber:

Gemeinde Bessenbach

Planungsphase:

2008 – 2015

Realisierung:

2015 – 2017

Bausumme:

2,6 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Objektplanung Verkehrsanlagen
Objektplanung Kanalisation
Objektplanung Wasserversorgung
Hydraulische Berechnungen
Planfeststellungsverfahren
Planungsbegleitende Vermessung
Koordinierter Leitungsplan

Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten:

5.200 m² Ausbaufläche
240 lfdm Auerbachverrohrung (Rechteckprofil)
140 lfdm Kanalisation
1.000 lfdm Wasserversorgung

Die Staatsstraße St 2307 im Zuge der OD Keilberg dient als Bedarfsumleitung der hochfrequentierten Bundesautobahn A 3. Wegen fehlenden und zu schmalen Gehwegen war die Sicherheit für Fußgänger nicht gewährleistet. Weitere Einschränkungen für behinderte Personen in Ihrer Freiheit lagen aufgrund fehlender Bordsteinabsenkungen, sowie nicht behindertengerechten Bushaltestellen vor. Die Aufgabe bestand darin, die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, die Verkehrsführung zu verbessern, Engstellen zu optimieren und durchgängig sichere Gehwegverbindungen zu schaffen. Die Herausforderung bei der Planung dieses Projektes lag an den überwiegend geringen zur Verfügung stehenden Gesamtbreiten des Planungsraums. Zur Erreichung der Zielsetzung mussten Gebäude und Einfriedungen rückgebaut und Grunderwerb getätigt werden. Über den direkten Planungsraum hinaus erfolgte die Berücksichtigung zusätzliche Stellplätze und ergänzende Radwegverbindungen.

Im Zuge der Maßnahme mussten auch Infrastrukturobjekte saniert werden. Neben der Erneuerung der Bachverrohrung für das quer durch die Ortslage Keilbergs verlaufende Gewässer Auerbach wurden auch Teile der Ortskanalisation und die komplette Trinkwasserleitung ausgetauscht. Für den Neubau der Auerbach – Verrohrung war ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen. Der gewählte Ausbaugrad wird künftig die angrenzende Bebauung vor einem 100-jährigen Hochwasser schützen.

Neugestaltung Ortsdurchfahrt BA 2

Markt Elsenfeld

Neugestaltung Ortsdurchfahrt BA 2

Auftraggeber

Markt Elsenfeld

Planungsphase:

2012 – 2015


Realisierung:

2016 – 2017


Bausumme:

2,8 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Objektplanung Verkehrsanlagen
Objektplanung Kanalisation
Objektplanung Wasserversorgung
Planungsbegleitende Vermessung
Koordinierter Leitungsplan

Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten:

9.500 m² Ausbaufläche
300 lfdm Kanalisation
475 lfdm Wasserleitung

Der Markt Elsenfeld erstellte mit Einwohnern und externen Planungsbüros ein städtebauliches Entwicklungskonzept. Ein erster Abschnitt im Bereich der Einmündung der Hofstetter Straße in die Marienstraße wurde durch FKS – INFRASTRUKTUR im Frühjahr 2011 fertiggestellt. Der Umfang des zweiten Abschnittes schließt an den Ersten und an endete am sogenannten „Shell – Kreisel“ an der Bahnhofstraße.

Der Ausbau erfolgte auf rd. 475 m inkl. der Erneuerung sämtlicher Ver- und Entsorgungsleitungen. Der Fokus der Planung sollte auf Barrierefreiheit, sichere fußläufige Wege und Radverkehrsverbindungen, Aufenthaltsfunktion und Geschwindigkeitsreduzierung gelegt werden. Entlang des projektierten Abschnittes befinden sich diverse Gewerbe- und Einzelhandelsbetriebe, wodurch ein hoher Bedarf an Parkraum besteht. Komfortable Stellplätze und großzügige barrierefreie Gehwege und Fahrbahnquerungen mit einem hochwertigen Pflasterbelag und Radverkehrsanlagen als auch eine ansprechende Bepflanzung zieren nun das Zentrum Elsenfelds.

Das Umfeld der 250 Jahre alten, denkmalgeschützen St. Gertraud Kirche wurde gleichfalls neugestaltet. Rampenverbindungen und ebene Natursteinoberflächen in Verbindung mit historischen Pflasterbelägen Werten das Gesamtbild auf und gewährleisten eine barrierefreie Nutzung.

Erschließung „In den Spessartgärten“

Stadt Aschaffenburg

Erschließung „In den Spessartgärten“

Auftraggeber:

Stadt Aschaffenburg

Planungsphase:

2011 – 2013

Realisierung:

2013 – 2015

Bausumme:

3,5 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Objektplanung Verkehrsanlagen
Objektplanung Kanalisation
Objektplanung Wasserversorgung
Projektsteuerung

Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten:

12.600 m² Ausbaufläche
1.000 lfdm Kanalisation
700 lfdm Wasserversorgung
2.200 lfdm Nieder- und Mittelspannungsleitung

 

 

 

 

 

In Fortsetzung zu dem Modellprojekt „Am Rosensee“ wurde das ehemalige Kasernengelände „In den Spessartgärten“ in ein attraktives Wohngebiet verwandelt. Unmittelbar an den Stadtpark Rosensee angrenzend sind neue Erschließungsstraßen und hochwertige Grundstücke entstanden.

Das rund 6 Hektar große Gelände ist nun mit verkehrsberuhigten Straßen in Pflasterbauweise erschlossen. Die Verkehrsflächen mit Breiten zwischen 5,50 m und 9,00 m erhielten grundsätzlich ein negatives Dachgefälle mit Mittelrinnenentwässerung. Die Gestaltung der Oberfläche der Fahr- und Gehwege mit kugelgestrahltem, granitgrauem Pflaster, die Rinnen und Einfassungen sowie gestalterische Elemente in einem Anthrazit, gewährleisten eine hochwertige Optik. Die bestehenden, umlaufenden Straßen sind in das Gesamtkonzept eingebunden und die Verkehrsbeziehungen so gestaltet, dass diese nicht weiter als Durchgangsstraßen genutzt werden können. Zusätzliche öffentliche Stellplätze entlang der äußeren Erschließung dienen dazu, den Verkehr aus den Wohnstraßen herauszuhalten und damit ein Wohlfühlklima für die Bewohner zu schaffen.

Zur Sicherung der Ver- und Entsorgung erhielt das gesamte Gebiet eine komplett neue Infrastruktur. Neben Abwasserkanälen mit Anschlussbauwerken an die bestehenden Hauptsammler und Wasserleitungen, sind zukunftsfähige Glasfaserkabel für die Nutzung neuer, hochleistungsfähiger Medien verlegt worden. Die Ausschreibung und Umsetzung der Gesamtmaßnahme erfolgten in 3 Abschnitten.

Umbau der Ortsdurchfahrt B8 und Villefontainer Platz

Gemeinde Kahl

Umbau der Ortsdurchfahrt B8 und Villefontainer Platz

Auftraggeber:

Gemeinde Kahl

Planungsphase:

2011 – 2012

Realisierung:

2012 – 2013

Bausumme:

3,7 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Objektplanung Verkehrsanlagen
Objektplanung Kanalisation
Objektplanung Wasserversorgung

Projektleitung
Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten:

22.000 m² Ausbaufläche
3.600 m² Platzgestaltung
500 lfdm Kanalisation
1.400 lfdm Wasserversorgung

Mit der Abstufung der ehemaligen Bundestraße zur Staatsstraße bot sich für die Gemeinde Kahl, in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt Aschaffenburg, die Realisierung einer Neuordnung der Verkehre in der gesamten Ortsdurchfahrt.

Der zur Verfügung stehende Planungsraum ließ eine Trennung der einzelnen Verkehrsarten zu. Überwiegend flankieren Längsparkstände mit Bauminseln, zur Strukturierung und optischer Reduzierung des Verkehrsraumes, die hochbelastete Fahrbahn. Durch Bordsteine vom motorisierten Verkehr abgesetzt sind getrennte Fahrrad- und Gehwegbereiche entstanden. Zur Steigerung der Attraktivität wird der Fahrradverkehr an sämtlichen Einmündungen vorfahrtsberechtigt geführt. Die Umsetzung der Barrierefreiheit im Ausbaubereich erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Verbänden. und dem Behindertenbeauftragten des Landkreises.

Ferner erneuerte das Staatliche Bauamt Aschaffenburg, koordiniert durch FKS – INFRASTRUKTUR, die Brücke über die Kahl, als auch sämtliche Lichtsignal- und Fußgängerschutzanlagen.

Im unmittelbaren Anschluss an die Fertigstellung der Ortsdurchfahrt erfolgte die Neugestaltung des Villefontainer Platzes rund um den historischen Wasserturm am Rathaus. Die ehemals als Parkplatz genutzte Fläche lädt nun mit Sitzmöglichkeiten mit ansprechender Bepflanzung zum Verweilen ein. Optisch abgesetzte Wege führen die Fußgänger zum Haupteingang des Rathauses. Der Asphaltbelag wurde durch einen hochwertigen Pflasterbelag ersetzt. Der neu entstandene Platz wird bei Dunkelheit mit zusätzlichen Gestaltungsleuchten in Szene gesetzt.

Die Infrastruktur im Untergrund wurde mit Ausnahme der Kanalisation vollumfänglich ausgetauscht. Zu nennen ist neben zukunftsweisenden Vorkehrungen für einen späteren Breitbandausbau die Erneuerung einer Gashochdruckleitung.

Ausbau Knoten St 2306 südlich von Geiselbach

Landratsamt Aschaffenburg

Ausbau Knoten St 2306 südlich von Geiselbach

Auftraggeber:

Landratsamt Aschaffenburg

Planungsphase:

2014 – 2015

Realisierung:

2015 – 2017

Bausumme:

0,7 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Objektplanung Verkehrsanlagen

Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten:

7.950 m² Plangebiet
4.100 m² Ausbaufläche
130 lfdm Straßenentwässerung
300 lfdm Straßenbeleuchtung

Der Knotenpunkt St 2306 / Kr AB 12 rückte im Rahmen einer Radweguntersuchung zwischen Geiselbach und Hofstädten wieder in den Fokus der Projektbeteiligten.

Entgegen der Vorfahrtsberechtigung der ursprünglichen Einmündung verläuft der Hauptverkehrsstrom zwischen der untergeordneten Kr AB 12 und der St 2306 in Richtung Geiselbach. Die ehemals spitzwinklige Einmündung der Kr AB 12 befand sich unmittelbar hinter einer Kuppe, welche die Sicht auf den Knotenpunkt und die frühzeitige Wahrnehmung des vorrangig linkseinbiegenden Verkehrs für die vorfahrtsberechtigten Fahrzeuge aus Richtung Hofstädten verhinderte.

Mit dem Umbau des Knotens zu einer Kreisverkehrsanlage konnten sämtliche Planungsziele umgesetzt werden. Das vorrangige Ziel bestand darin einen sicheren Knotenpunkt für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen. Mit der gewählten Knotenpunktform werden alle zuführenden Äste der Kreisfahrbahn untergeordnet, so dass das gesamte Geschwindigkeitsniveau reduziert wurde. Der Hauptverkehrsstrom wird nun sicher geführt und zusätzlich ist das Risiko des Linkseinbiegens an einer unübersichtlichen Stelle beseitigt. Der Rückbau der Kuppe gewährleistet nun eine gute Erkennbarkeit des Knotens aus allen Fahrtrichtungen. Gleichzeitig konnte mit den Fahrbahnteilern der Synergieeffekt einer sicheren Querungsstelle für Fußgänger und Radfahrer erzielt werden.

Zur Entlastung der gemeindlichen Kanalisation wird das anfallende Oberflächenwasser des Knotens nicht mehr direkt eingeleitet, sondern in einem Becken gespeichert und versickert. Lediglich über einen Notüberlauf gelangt in Ausnahmefällen Oberflächenwasser in die Kanalisation. Die Maßnahme bietet damit eine gesamtheitliche Projektlösung vom Knotenpunktumbau bis zur mittlerweile umgesetzten Radwegeverbindung zwischen Geiselbach und Hofstädten.

Gewerbegebiet „Kreuzäcker“

Gemeinde Mainaschaff

Gewerbegebiet „Kreuzäcker“

Auftraggeber:

Gemeinde Mainaschaff

Planungsphase:

2014 – 2015

Realisierung:

2015 – 2016

Bausumme:

3,6 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Objektplanung Verkehrsanlagen
Objektplanung Kanalisation
Planungsbegleitende Vermessung
Koordinierter Leitungsplan

Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten:

17.000 m² Ausbaufläche
1.500 lfdm Kanalisation
1.500 lfdm Wasserversorgung

Die Gemeinde Mainaschaff realisierte mit FKS – INFRASTRUKTUR die Erschließung des Gewerbegebietes Kreuzäcker. Das ca. 22 ha große Areal liegt an der östlichen Gemarkungsgrenze von Mainaschaff zu Aschaffenburg, nördlich der Hanauer Straße (B8). Basis der Planung bildete ein rechtsgültiger Bebauungsplan, indem u. a. die Verkehrsflächen mit einem Ausbauquerschnitt von 12.50 m festgesetzt war.

Der Entwicklung der Querschnittsaufteilung wurden die Nutzungsansprüche zu Grunde gelegt. Ein umfangreiches Angebot an Parkstreifen, konzipiert für Lastkraftwagen, gewährleistet eine dauerhafte Funktionsfähigkeit der Fahrbahn. Die Fußgängerverkehre innerhalb des Gewerbegebietes wurden als gering eingestuft, so dass lediglich ein einseitiger Gehweg, angrenzend zu den Parkstreifen, geplant wurde. Zum Ausgleich der Neuversiegelung und zur optischen Aufwertung des Gebietes wurden mehrere Pflanzflächen mit Baumstandorten realisiert. Zur Optimierung der Kanalisation wurde ein modifiziertes Mischsystem mit der Vorgabe, dass privates Oberflächenwasser nur gedrosselt eingeleitet werden darf, umgesetzt. Die Eigentümer sind dadurch angehalten eine Versickerung oder Rückhaltung auf dem Grundstück zu installieren. Gleichfalls ist ein Wasserversorgungssystem aufgebaut worden. Sonstige Versorgungsleitungen wurden in die Gesamtplanung integriert und die Umsetzung koordiniert.

Neugestaltung Ortsdurchfahrt

Markt Stockstadt

Neugestaltung Ortsdurchfahrt

Auftraggeber:

Landkreis Aschaffenburg
Markt Stockstadt

Planungsphase:

2015 – 2017

Realisierung:

2017 – 2018

Bausumme:

3,1 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Objektplanung Verkehrsanlagen
Objektplanung Kanalisation
Objektplanung Wasserversorgung

Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten:

8.800 m² Ausbaufläche
600 lfdm Kanalisation
640 lfdm Wasserversorgung

Im Jahr 2012 wurde bereits ein erster Abschnitt der Sanierung der Kreisstraße AB 16 am nördlichen Ausgang von Stockstadt abgeschlossen. Im direkt anschließenden Bauabschnitt erfolgte im zentralen Ortskern auf einer Länge von rd. 400 m eine Neustrukturierung der Verkehre durch die Schaffung von fahrbahnbegleitenden Längsparkständen und eine barrierefreie Gestaltung der Gehwege. Durch Optimierungen der Fahrbahntrassierung konnten Engstellen im Gehweg beseitigt werden. Die technische Planung wurde mit hochwertigen, optisch ansprechenden Materialien und Bepflanzungen umgesetzt.

Der Ausbau umfasste zudem die Erneuerung der gesamten Infrastruktur im Untergrund. Die Kanalisation und Wasserversorgung, erhielten eine neue, klare Struktur. Zu nennen ist insbesondere die Vereinigung zweier parallel verlaufender Mischwasserkanäle, um Baukosten zu minimieren und den Unterhaltungsaufwand zu reduzieren. Ferner wurden die Gas- und Stromversorgung, sowie Telekommunikationsleitungen neu verlegt.

Eine große Herausforderung stellte die bauliche Umsetzung der Maßnahme dar. Neben der Gewährleistung einer dauerhaften Zugänglichkeit von Geschäften und der Gastronomie wurde zeitweise der Altort, der ausschließlich über die Kreisstraße anfahrbar ist, abgeschnitten. Hierfür wurden aufwendige Umleitungswege mit Stützwänden zur Sicherstellung der uneingeschränkten Andienung für Rettungsdienste, aber auch die Anwohner selbst, realisiert.  Im Detail terminierte, definierte und mit Versorgungsunternehmen koordinierte Bauabschnitte bildeten die Basis für optimierte Abläufe und der stetigen Information sowohl der betroffenen Anlieger, als auch der Handels- und Gewerbetreibenden.

Waldaschaffsammler

Abwasserverband der Aschafftalgemeinden

Waldaschaffsammler

Auftraggeber:

Abwasserverband der Aschafftalgemeinden

Planungsphase:

seit 2017

Realisierung:

seit 2018

Bausumme:

0,4 Mio. Euro (BA 1)

Ingenieurleistungen:

Objektplanung Kanalsanierung

Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten BA1:

3 Revisionsschächte DN 1500
430 lfdm Kanalsanierung DN 600/900

Der Abwasserverband der Aschafftalgemeinden hat FKS – INFRASTRUKTUR beauftragt, den verbandseigenen Sammler in der Gemeinde Waldaschaff auf einer Gesamtlänge von 1540 m vollumfänglich mittels Schlauchlinerverfahren zu sanieren. Dies wird nötig aufgrund undichter Muffenverbindungen und des hieraus resultierenden Grundwassereintritts. Durch den sanierten Kanal wird der Fremdwasserzufluss gestoppt und die Kläranlage in punkto Betriebskosten und Hydraulik entlastet.

Der 1. Abschnitt des Sammlers wurde bereits 2018 saniert und besteht aus einem Beton-Ei-Profil DN 600/900 mit einer Länge von rd. 430 m. Dieser liegt nahezu komplett in bebauten Privatgrundstücken, weshalb es notwendig war im Vorfeld der Sanierungsmaßnahme drei weitere Revisionsschächte zu errichten. Nur hierdurch konnte die Zugänglichkeit für Baugeräte hergestellt und somit die fachgerechte Durchführung der Sanierungsmaßnahme gewährleistet werden.

Aktuell befindet sich der 2. Abschnitt in Planung und soll in 2019 umgesetzt werden. Auch hier besteht die Schwierigkeit in der Planung der Sanierungsmaßnahme, da wie schon im 1. Bauabschnitt der Sammler nahezu komplett im Privatgrund, vorzugsweise in schlecht anfahrbaren Hinterhöfen mit angelegten Grün- und Pflasterflächen liegt. Erschwerend hinzu kommt die Unterquerung des Sammlers mit dem Vorfluter „Aschaff“.

Erschließung Anwandeweg

Stadt Aschaffenburg

Erschließung Anwandeweg

Auftraggeber:

Stadt Aschaffenburg

Planungsphase:

2016 – 2020

Realisierung:

2018 – 2022

Bausumme:

21,5 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Projektsteuerung
Objektplanung Verkehrsanlagen
Objektplanung Kanalisation
Objektplanung Freianlagen

Planung
Ausschreibung
Örtl. Bauüberwachung

Technische Daten:

45.000 m² Verkehrsfläche
3.000 lfdm Schmutzwasserkanal
3.800 lfdm Regenwasserkanal
17.200 m² Versickerungsmulden
5.000 lfdm Wasserversorgung
5.000 lfdm Gasversorgung
2.800 lfdm Stromtrassen

In Aschaffenburg sollen 750 Wohnungen, für insgesamt 1.800 Einwohner geschaffen werden. Das hierfür projektierte Baugebiet Anwandeweg befindet sich im östlichen Teil des Stadtteils Nilkheim in Zentrumsnähe und weist eine Gesamtfläche von ca. 27 ha auf.

Die äußere Erschließung ist vorhanden. Die innere Erschließung erfolgt über niveaugleiche, verkehrsberuhigte Wohnstraßen unterschiedlicher Breiten. Für den ruhenden Verkehr werden entlang der Wohnstraßen Längsparkstände, als auch separate Stellplatzhöfe errichtet. Ergänzt wird das Straßensystem mit Geh- und Radwegen, die im Gesamtkonzept eine zentrale Position einnehmen. Durch regelmäßige Baumstandorte entlang der Wohnstraßen und differierende Oberflächenmaterialien wird durch die Gestaltung die Aufenthaltsfunktion bestärkt. Die Materialwahl ist bewusst entsprechend ihrer Eigenschaften, wie beispielsweise Aufnahme einwirkender Kräfte oder Flexibilität bei Aufbrüchen erfolgt.

Die Entwässerungsplanung des gesamten Baugebietes basiert auf einem Trennsystem mit ca. 7 km Schmutz- und Regenwasserkanälen in Dimensionen bis DN 800. Eine Besonderheit der Planungen stellt ein semizentrales Niederschlagswassermanagement dar, welches dafür sorgt, dass sämtliche anfallenden Oberflächenwässer der öffentlichen und privaten Grundstücke vor Ort im Baugebiet selbst an mehreren Standorten versickert werden. Hierfür sind insgesamt ca. 30.000 m³ Beckenvolumen für die Versickerung zu schaffen.

Ferner werden im Zuge einer vernetzten Verkehrswege- und Entwässerungsplanung für einen ausreichenden Überflutungsschutz im Falle „urbaner Sturzfluten“ konkrete Maßnahmen simuliert und berücksichtigt.

Zur Sicherung der Versorgung werden im gesamten Baugebiet Wasser- und Gasleitungen, Stromversorgung sowie Breitbandkabel verlegt.

Hochwasserschutzkonzept Bessenbach

Gemeinde Bessenbach

Hochwasserschutzkonzept Bessenbach

Auftraggeber:

Gemeinde Bessenbach

Planungsphase:

2008 – 2011

Realisierung:

Bausumme:    

8,42 Mio. Euro

Ingenieurleistungen:

Vermessungstechnische Gewässeraufnahme
Niederschlags-Abfluss-Modell
Hydraulische Modellierung 1D + 2D
Entwicklung Schutzkonzept für HQ100

Planung

Technische Daten:

Gewässersystem Bessenbach
Einzugsgebiet 26 km²
Berechnungslänge 5,6 km; ca. 300 Profile
Neubau 5 Hochwasserrückhaltebecken
171.000 m³ Speichervolumen
Weitere begleitende Schutzmaßnahmen
wie Dämme, Vergrößerung Durchlässe

In der Vergangenheit führten wiederholt Hochwasserereignisse des Gewässers Bessenbach in der Gemeinde Bessenbach zu hohen Sachschäden. In den Gemeideteilen Straßbessenbach und Keilberg standen große Teile der Ortslagen unter Wasser.

Dabei waren neben den Wohngebieten auch immer wieder umfangreiche Gewerbegebietsflächen von den Hochwässern betroffen.

Die Gemeinde Bessenbach beauftragte daraufhin FKS – INFRASTRUKTUR und deren Partnerbüro BIT Ingenieure AG mit der Entwicklung eines Hochwasserschutzkonzeptes für das Gewässersystem des Bessenbach mit seinen Nebengewässern. Als Schutzziel wurde ein 100-jähriges Hochwasser postuliert.

Neben einer detaillierten Gewässervermessung und dem Aufbau eines hydrologischen Niederschlags-Abfluss-Modells kamen kombinierte hydraulische Berechnungsmodelle für die Ermittlung der Wasserspiegellagen zum Einsatz.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden im Anschluss entsprechende Schutzmaßnahmen entwickelt, welche insbesondere als Ziel einen Rückhalt der Hochwassermengen in der Fläche hatten. An 5 dezentralen Standorten im gesamten Gemeindegebiet wurden dabei jeweils Hochwasserrückhaltebecken konzipiert, Begleitmaßnahmen wie z.B. Schutzdämme und Teilausbau von vorhandenen Verdolungen ergänzten das Maßnahmenbündel.

Das gesamte Investitionspaket für das Hochwasser-Schutzkonzept kann modular umgesetzt werden und stellt eine anspruchsvolle und bedeutende Aufgabe für die Zukunft dar.

Telefon: +49 6021 31810